Warum Deine DAW keine optimale MIDI Clock ist

Warum Deine DAW keine optimale MIDI Clock ist

 

“How sour sweet music is, when time is broke and no proportion kept!”William Shakespeare, 1595

Nervig. Wenn die Geräte einfach nicht im Takt laufen wollen, ist das einfach nur extrem nervig.  Dann ist der Groove dahin – und auch schnell die Kreativität.

Früher hatte ich damit massive Probleme. Die einzelnen Instrumente liefen selten bis nie tight zusammen. Mich hat eine permanent hinterherhinkende Off-Beat-Highhat wirklich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht (eigentlich sogar darüber hinaus).

Doch was können wir dagegen tun?

Dazu müssen wir erst mal den Schuldigen im Studio finden.

Er heisst DAW. Mit DAWs als MIDI-Master sind Timing-Probleme vorprogrammiert. Doch woran liegt die Schwäche von DAWs in diesem Bereich? Das und die Lösung dazu erfährst du in diesem Blogpost.

Falls Du in der Thematik neu bist, empfehle ich dir zunächst den Artikel „MIDI richtig verkabeln“ .

 

Warum gibt der Computer keine stabile MIDI Clock aus?

 

Schuld an der Miesere ist die Priorisierung der Computer-Architektur.

MIDI hat dort eine sehr niedrige Priorität und wird ganz zum Schluss berechnet. Deswegen ist die MIDI Clock aus einer DAW so ungenau (im Fachjargon: „mit Jitter behaftet“. Jitter ist kurzgesagt die Abweichung von einem Referenz-Wert).

Dafür gibt es glücklicherweise eine Lösung: Die Generierung einer MIDI Clock aus einem Audio-Signal.

Dabei empfängt ein solches Gerät das Audio-Signal von einem Mono-Ausgang Deiner Soundkarte. Da Audio in der Computer-Hierarchie eine sehr hohe Priorität geniesst, kann deine DAW so endlich eine stabile MIDI Clock liefern. In der Praxis legst du einfach das Plugin des Herstellers auf eine Spur in deiner DAW und routest diesen auf einen Ausgang deiner Soundkarte.

Meines Wissens gibt es für diese Lösung momentan 4 Hersteller auf dem Markt: S-N-D, E-RM, Expert-Sleepers und Innerclock-Systems.

Damit du einen Überblick über die Geräte bekommst, beschreibe ich sie Dir kurz:

Die ACME4 von S-N-D und die Multiclock von E-RM haben 4 getrennte MIDI-Outs und können die MIDI Clock entweder selbst (also als Standalone Gerät) oder über ein Audio-Signal generieren.

Acme 4

ACME-4

Expert-Sleepers ist eine Lösung aus Modulen für das Eurorack 500 Modular-System und ist nur in Verbindung mit einer DAW einzusetzen, genau wie die Lösungen von Innerclock-Systems.

Nach langem Überlegen und Recherchieren habe ich mich dann für die E-RM Multiclock entschieden.

Warum?

Falls du wie ich auch Live ohne Computer spielen möchtest, kommen nur die ACME4 oder die Multiclock in Frage (da sie wie gesagt auch ohne Computer eine Clock generieren können).
Beide haben 4 Kanäle, die einzeln gestartet und gestoppt werden können, und zwar im Takt. Ich finde das mega praktisch, denn das passiert unabhängig von der laufenden Master-Clock. Ausserdem können sie auch mit Geräten kommunizieren, die DYN-Sync oder CV benötigen. DYN-Sync ist ein alter Standart bei Roland Geräten, CV vor allem in der Modular-Welt zu finden.
Sowohl die Multiclock, alsauch die ACME4 haben einen USB-Anschluss. Die DAW Geräte erkennt sie als 4-Kanaliges MIDI-Interface. So kannst du direkt MIDI-Noten aus der DAW an deine Geräte schicken – äußerst komfortabel wie ich finde!
Die Software der beiden Geräte wurde übrigens vom gleichen Könner geschrieben.
Ansonsten unterscheiden sich die Geräte in einigen anderen Features und vor allem im Preis: Die Multiclock liegt um die 500 Euro, die ACME 4 um die 1000 Euro.

Inzwischen habe ich die Multiclock einige Wochen im Studio und Live getestet und bin wunschlos zufrieden.

Beispiel aus meinem Studio

 

Um dir einmal ein Bild davon zu geben, wie ein solches Setup aussehen kann, beschreibe ich hier kurz den Aufbau in meinem Studio:

Midi Signal Fluss

Midi Signal Fluss

 

Herz des MIDI-Netzwerks ist die Multiclock von E-RM. An ihr sind alle Geräte angeschlossen, die MIDI empfangen sollen. Bei einem Live-Act ohne Computer ist die Multiclock der Clock Generator, im Studio bekommt die Kiste die Clock über ein Audio-Signal aus der DAW (Ableton Live).

An den 4 Ausgängen der Multiclock hängen an Kanal 1 bis 3 Drum-Machines and Kanal 4 ein Hardware Sequencer und an diesem die Synthesizer (Da der Sequencer nur ein MIDI-OUT hat, wird dieses von einer Truhbox gesplittet).
Per USB ist die Multiclock mit meinem Rechner verbunden. Sie wird dort als 4-Kanaliges MIDI Interface erkannt. Somit kann ich MIDI-Noten nicht nur vom Hardware-Sequencer, sonder auch direkt aus der DAW an die Synths schicken. Ein Midi-Keyboard ergänzt das Setup. Dieses ist per USB mit meinem Rechner und per MIDI mit dem Sequencer verbunden. Da dieser nur einen MIDI-IN Eingang hat, aber neben den Noteninformationen des Keyboards auch das Clock-Signal der Multiclock empfangen soll, ist vor den MIDI-IN eine MIDI-Merger geschaltet.

Fazit

 

Mir hat die Anschaffung einer Jitter-freien MIDI Clock enorm viel gebracht. Sie erleichtert den Studio Alltag enorm. Endlich kann ich mich aufs musizieren konzentrieren und muss mich nicht mehr um das Synrchon-Halten konzentrieren. Auch das Aufnehmen der Synthesizer und Drum-Machines geht damit viel entspannter.
Ich habe allerdings auch Freunde, die ohne mit ihrem Timing im Studio sehr zufrieden sind. Es hängt offenbar von den Geräten ab, die verwendet werden. Je nach verwendetem MIDI-Interface treten die Timing-Schwankungen unterschiedlich stark auf. Die Midi-Schnittstellen der RME-Interfaces gelten zum Beispiel als eher unpräzise.

Ausserdem kann eine MIDI Synchronisierung den Groove einer Maschine verändern. Wenn Du das umgehen willst, musst Du unsynronisiert aufnehmen. Wie das geht, steht in diesem Artikel.

Wie siehts bei dir aus? Hast du ähnliche Timing-Probleme wie ich? Oder läuft alles glatt? Teile deine Meinung mit uns in den Kommentaren!

 

 

Comments

  1. Hallo Georg
    Danke für deine vielen interessanten Beiträge! Ich habe ebenfalls Synchronisationsprobleme. Mein Setup ist wie folgt: Ableton Live soll als Master-Clock über USB die Roland TR-8 synchronisieren. (Dabei ist die TR-8 als Input Audio Device konfiguriert, damit ich direkt Audio recorden kann, als Output Audio Interface ist der Novation Audiohub 2×2 gewählt). Indem ich in Ableton den Zeitwert von „MIDI Clock Sync Delay“ anpasse, kann ich eine gute Synchronisation erreichen. Sobald ich allerdings z.B. ein Plug-In hinzufüge oder Live neu starte, muss dieser Wert wieder angepasst werden! (Wie du beschrieben hast, liegt dies nun wahrscheinlich an der MIDI Priorisierung…) Kennst du noch Alternativen zu einer Anschaffung der doch sehr teuren Hardware MIDI-Clocks? Könnte man z.B. auch einen CV-to-MIDI Konverter bspw. mit einem Kickdrum-Audiosignal aus der DAW speisen und so das externe Device synchronisieren?

    Liebe Grüsse
    Lukas

    1. Author

      Hey Lukas,
      danke für deinen Kommentar =).
      Ich habe auch lange mit dem “MIDI Clock Sync Delay” gearbeitet, und musste auch jedes mal den Wert anpassen. Auch wenn ich Ableton als Slave eingerichtet habe…
      Mit dem CV to Midi klingt interessant, aber dann müsste das AudioSignal (kick drum) die richtige Spannung generieren, damit es dem CV eingang entspricht. Ich denke nicht, dass es so direkt geht …

  2. Hallo Georg

    Ich bin über den Facebook post von ERM-Multiclock auf dieser Seite gelandet und habe deine interessanten Post gelesen. Ich schlage mich mit ähnlichen Problemen rum. Ich steuere über PC/Cubase meine Hardware (Nord Lead 4 & Little Phatty) an und habe dabei immer Timing Probleme. Bis jetzt habe ich diese auf der Midi-Spur in Cubase ausgeglichen. Ist aber mühsam, da das Timing immer anders ist. Nun dachte ich, mit Multiclock eine Lösung gefunden zu haben. Nach endlosem Lesen im Internet und mailen mit E-RM selber, bin ich irgendwie nicht ganz schlau geworden, was das Teil genau bringt. Anscheinend hat ja das ganze keinen Einfluss auf Midi-Befehle, bzw. die Befehle welche Cubase an meine Hardware sendet, sind immer noch Jitter-behaftet. So die Aussage von E-RM.
    Da frage ich mich doch…was bringt den das ganze? Ist das eher was für Hardware-Nerds, welche ihre Sequencer und Drummachines synchen wollen? Komischerweise wird auf der E-RM Homepage und auch in Tests/Reviews ja genau das Zusammenspiel zwischen DAW’s und Hardware als Problem beschrieben, welches dann die Multiclock löst oder zumindest massiv verbessert. Hast du da einen Input?
    Gruss aus Zürich
    Philip

    1. Author

      Hey Philip,
      erstmal danke fürs lesen und deine Frage 🙂

      Die Informationen, die du von E-RM bekommen hast, habe ich auch auf anderen Wegen bekommen. In Zusammenarbeit mit einer DAW bekommt die Multiclock (sowie die ACME) die Clock über ein Audiosignal, weswegen dieses extrem genau ist. Die Midi-Noten kommen aber über das eingebaute USB Interface – und ist somit theoretisch immer noch jitterbehaftet. Trotzdem läuft es bei mir sehr genau. Ich arbeite aber auch viel mit Hardware Seuqencern, die ja durch das jitterfreie Audio Signal geclockt werden.

      Der Einzige Hersteller, bei dem Midi-Noten auch Jitterfrei übertragen werden, ist Expertsleepers. Schau mal hier : http://www.schneidersladen.de/de/catalogsearch/result/?q=sleepers

      Gruss
      Georg

  3. Das Problem von Georg hatte ich auch jahrelang und war echt am Ende mit meinen Kräften immer wieder auf Fehler suche zu sein…. Das Problem löste sich nach langen Diskussionen mit ein paar gewisse Profis die mir dort geholfen haben. Es ist zwar keine kostengünstige Anschaffung jedoch ist es eine einmalige Anschaffung für die nächsten „50jahre“ mit ca 8/10.000 Euro habe ich das Problem endgültig aus der Welt Geschafft! Vernünftige ad/da converter sind das a und o. Und ich rede nicht von standart „0815“ ad/da für 4..500 Euro sondern anständige converter ab 1,500 Euro aufwärts. Dazu kommt eine anständige Sound karte die ebenfalls nicht eine 4..500 Euro karte sein sollte…. Habe ebenfalls einen Nordlead4 der kostet „schlappe“ 2,000 Euro. Ich kann ja schließlich nicht einen 10.000 ps Motor in einer 1.000 Euro Karosserie einbauen..“ Die Sound karte ist von ganz ganz großer Bedeutung! Anschließend benötigst du eine Midi Clock und eventuell 1, oder 2 pre/amps die jeweils schnell mal 2.000 Euro kosten können. Es kommt natürlich auch darauf an was du machen möchtest, was für eine Musik Richtung du produzieren willst, wie viel kannst du ausgeben ect…… Eine Allround Lösung ist eine „antelope Orion32“ für knapp 3,500 Euro. Eine so tolle Erfindung dieses Tool!! Ich liebe es! Es hat platz in meinen zweit Studio gefunden und leistet absolut top Leistungen! 1a Ad/da converter, sound karte und Midi Clock in einem 1 zoll System! Purre power! Damit sollten all deine Latenzen ausgeglichen sein für deine externe Synths. Kann ich dir nur ans Herz legen! 🙂 viel erfolg und bloß nie die Hoffnung verlieren hab ich dafürch gelernt 🙂 scheiß latzens Probleme !!

  4. Hallo Georg
    Vielen Dank für den Post. Bin heute bei der Suche nach einem Vergleich zwischen ACME4 und Multiclock auf Deine Seite gestossen. Ich bin immer noch hin- und hergerissen zwischen den beiden Geräten. Ein Bekannter arbeitet mit der ACME und ist sehr zufrieden. Die Multiclock ist jedoch für die Hälfte des Preises zu haben. Was war der ausschlaggebende Punkt, dass Du dich für die Multiclock entschieden hast? Danke für Dein Feedback! Gruss Rafi

  5. Hoi Georg, könnte ich dann auch zB an einen Midi Out Port der E-RM auch 2 Drummachines seriell über Thru anhängen, wenn ich mehr als 4 Drummachines habe. Ausserdem wie nimmst Du Synthesizer Automationen in Deiner DAW auf, welche Du direkt am Synthesizer mit einer Poti Bewegung erzeugst ? Dazu bräuchtes Du ja eigentlich Midi Out vom Synthi und Midi In an der E-RM.

    1. Author

      Hey Philippe,
      ja, mehrere Drum Machines über Thru verbinden geht, das mache ich auch so. Mehr als 3 Maschinen sollte man aber nicht über Thru miteinander verbinden, da die Latenzen dann zu hoch werden.

      Synthesizer Automationen hab ich bis jetzt nie aufgenommen – immer direkt Audio. Du müsstest dazu den MIDI Out des Synths mit einem MIDI In verbinden, der zu deiner DAW führt. Die E-RM hat allerdings nur MIDI Outs. Du könntest den MIDI IN deines Interfaces benutzen (Falls dieses nur einen In hat, und Du mehrere Synths anschliessen willst, kannst Du einen Midi Merger davor schalten).

  6. Lieber Georg, danke für Deine Antwort. Ich habe einen Überlegungsfehler gemacht; ich muss den Midi Out eines Synths ja nicht zwingend über das dem Synthie Mididaten liefernde Midi Interface in die DAW zurückführen. Ausserdem kann ich auch zwei parallel laufende Midi Interfaces an die DAW hängen. Bei mir ist glücklicherweise praktisch keine Latenz zu hören. Auch mit mehr als 3 Maschinen in der Midi Thru Schlaufe. Aber da bei mir die Drums ausschliesslich von Drum Machines erzeugt werden, fänd ich die Optimierung der Clock mit einem ERM doch sehr überlegenswert. Vorallem auch wegen der Swing/Shuffle Funktion.

    Philippe

  7. Hi, wenn ich das richtig verstanden habe, müsste das Expert Sleepers USAMO (http://www.expert-sleepers.co.uk/usamo.html) eine halbwegs preiswerte Alternative für die Lösung des Problems sein, oder? Man hat zwar nicht die Möglichkeiten der Multiclock, aber in meinem Fall ginge es lediglich um die Synchronisation einer Xoxbox und einer Xbase zu Ableton.

    1. Author

      Hey Sebastian,

      Ja, das stimmt 🙂 Bis vor kurzem gab es die Lösung vom Expert Sleepers nur als Euro Rack Module. Diese geniessen einen sehr guten Ruf. Das USAMO wird qualitativ sicher auf dem selben Niveau sein und wäre damit Preis/Leistungs Mässig super.
      Danke für den Input 🙂

  8. Hi Georg,
    erstmal Schulterklopfer für die vielen guten Infos auf deiner Seite!
    Frage zum Thema: wie läuft das eigentlich mit einer MIDI Clock und Anbindung an ein 8-Kanal-MIDI-Interface? Ist es so, dass wenn ich z.B. mit dem Usamo ins MIDI IN1 einer Motu Express 128 gehe, dies dann automatisch auf alle restlichen sieben MIDI-Kanäle geht, so dass die daran angeschlossenen Synths dann ebenfalls die Clock empfangen?

    1. Author

      Hey Hans, danke für das Lob 🙂 Ja, das müsste so gehen. Ich Habe eine Midi Solutions 8 Trough Box und da mache ich das genau so.

  9. Author

    Hey Michi,
    nein, die Midiclock+ habe ich nicht getestet. Insgesamt blick ich bei deiner Idee noch nicht ganz durch *g*. Läuft der Beatstep momentan als Midi Master? Falls ja, lässt sich die Latenz ja nicht mit einer externen CLock beheben. Oder ist der Master deine DAW?

    Die Midiclock+ liefert keine MIDI-Clock, die aus einem Audiosignal generiert wird. & Welche Clock soll der Mytek ADC generieren? Wordclock für die Wandlung?

  10. Hoi Michi, ich poste hier kurz meine Erfahrung. Ich habe auch einen Beatstep Pro im Einsatz, welcher in keiner Konstellation synchron lief. Trotz Bugfixing von Arturia (siehe Release-Notes von Arturia) wollte das Ding nicht. Seit ich die E-RM Multiclock im Einsatz habe, freue ich mich jedes Mal im Studio, dass alles synchron läuft. Egal ob die DAW oder die Multiclock die Clock vorgibt. Die Aufnahmen mit externem Gear in die DAW sind immer in time… ein kleiner Schönheitsfehler in der Zusammenarbeit der Multiclock mit dem Beatstep Pro besteht noch. Der Beatstep Pro zeigt im Display nicht den korrekten BPM-Wert, sondern switcht von einem Wert zum nächsten. Dies ist jedoch nur ein Anzeigeproblem, synchron läuft er. Habe bei Arturia ein Ticket eröffnet – das Problem scheint sie aber nicht zu interessieren… Mein Tipp: E-RM Multiclock kaufen, dafür einen Synth oder ein PlugIn weniger… 😉 Bis anhin eine meiner besten Investitionen… Gruss Rafi

    1. Hey Rafi, vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht!
      Das Anzeigenproblem würde mich generell nicht von dem Kauf abhalten aber ein guter Hinweis. Wäre schon schön wenn das gefixed wäre aber wie gesagt, eher ein Schönheitsfehler.

      Ok, dann werde ich deinen Rat befolgen 🙂 😉
      Ich hatte bei einem Freund ja schon mal das SND ACME4 gesehen. Das lief schon sehr fein (bis auf ein Start-Delay von 1 Takt, soweit ich mich noch richtig erinnern kann. Mit dem muss man halt leben)
      Hat das ER-M auch ein VST-Plugin, dass den Audio-trigger erstellt?
      Danke dir und lG, Michi

  11. Author

    Ich schliesse mich Rafi an & empfehle Dir auch die Multiclock. Nur damit kannst du eine saubere MidiClock aus dem Computer generieren und dein ganzen Equipment wirklich sauber syncen.
    Latenzfreie Audio-Aufnahme gibt es nicht (nur sehr kleine Latenzen, da hilft auch eine hochwertige WordClock nicht. Mehrere Wandler werden durch WordClock synchronisiert. Dabei kann eine sehr hochwertige Clock die Klangqualität der Wandler verbessern. Diesen Vorteil hättest du beim Einsatz des Myteks. Zur Latenz-Verbesserung wird er allerdings nichts Beitragen. Wieso stört Dich die Latenz denn momentan?

  12. Ja, auf der E-RM Homepage gibt es im Supportbereich die Möglichkeit das AU-/VST-PlugIn herunterzuladen. Funktioniert bei mir in Logic X ohne Probleme. Gruss Rafi

  13. Hallo Georg,
    Das gleiche hier.
    Wenn ich Sachen einspiele ist nichts wirklich tight auf der Timeline von Ableton.
    Ich kann es zwar „glatt“ ziehen durch die Midi-Clock Sync Verzögerung aber ideal ist das nicht in meinen Augen.
    Als Interface nutze ich an einem 2013er MacBookPro eine RME Fireface UC und verteile das Clock Signal über einen aktiven Erica Synth Midi Thru.
    Jetzt überlege ich mir den USAMO zu kaufen um diese Probleme zu beheben…

    Lg Chris

  14. Hallo Georg!

    Wirklich tolle Seite hast du da mit so vielen guten Infos einfach nur genial!!
    Ich wollte mich vor kurzem in einem Forum registrieren bin dann aber auf deine Seite gestossen – vielleicht kannst du als Experte mir – einem kompletten Midi Laien ganz kurz erklären wie ich am besten zu meinem (einfachen) Ziel komme? Das wär Hammer!

    Ich will nach längerer Auszeit wieder Songs für meine Bands in meinem Home Studio aufnehmen und vorbereiten – Gitarre, Bass, Drums etc alles kein Problem. Nehme ich mittels einer DAW (Cubase 5 oder Magix Studio) über eine focusrite per USB auf. Die Qualität ist auch wirklich gut für meine Zwecke.

    Woran ich scheitere ist: Früher hat man den Keyboarder halt mit Mikro aufgenommen als eigene Audio Spur. Heute sind die Möglichkeiten ja fast unbegrenzt.

    Ich würde nur gerne mein Midi Keyboard (Behringer UMX61) als Keyboard nutzen und diverse Sounds aufnehmen (Musik ist Metal, aber auch mal Blues oder Jazz)…. dafür würd ich gern einfach ein Plug In benutzen und das aufzeichnen… ist mein Gedanke richtig??

    Ich hoffe ich nerve dich damit nicht allzusehr…
    Danke dir vielmals!!

    1. Author

      Hey Holger, danke für das Lob, freut mich sehr.
      Ja, du kannst das MidiKeyboard über USB an deinen Rechner anschließen und dann die Plugins damit „spielen“ 🙂

  15. Hallo Georg,

    Wieso genau schickst du den Audio Trigger nach dem RME Interface noch durch den den DAC bevor er ins E-RM führt? Weil Interface und Wandler digital miteinander verbunden sind?
    Und rückwärts führst du die Audiosignale immer über einen ADC ins Interface und recordest dann in Ableton bzw. in den PC?

    1. Author

      Hey Sebastian,

      weil die E-RM die Clock aus einem Audio Signal berechnet.

      „Und rückwärts führst du die Audiosignale immer über einen ADC ins Interface und recordest dann in Ableton bzw. in den PC?“
      Ja so habe ich das gemacht. Inzwischen benutze ich die Antelope Orion als Wandler & Interface 🙂

  16. Sehr Interessanter Artikel!
    Ich befasse mich seit Tagen mit einem Problem was ich so noch nicht bei mir kannte, nach dem ich auf Windows 10 gewechselt hab (von Windows7) war meine TR-9 die von der Clock aus Cubase gesteuert wurde nicht mehr im Takt…sie machte was sie wollte… ich hab sie sonst immer zu Audio Loops die in Steinberg liefen einfach nebenbei laufen lassen um mal fix Drums beizusteuern und rum zu probieren…
    Weiter bemerkte ich das alle Aufnahmen eine Latenz haben, ob aus der Clock oder direkt über MIDI Noten in Cubase
    Hab das System mehrmals platt gemacht wieder zurück zu Windows 7 aber nun auch da das selbe Problem…
    Nach viel Lesen hab ich nun bei dir und im Steinberg Forum den Begriff Jitter kennengelernt… Vorhin mit LoopMidi einen selbst Test gemacht und siehe da…das ganze ist ein Jitter Problem…hier läuft nix mehr Tight im System… Eine Antwort warum das auf einmal so ist konnte ich leider nicht finden…

    Nun hast du diese E-RM Multiclock vorgestellt und ich hab mich gleich ein wenig verguckt… Nebst der Tr-8 läuft hier auch die TB-03 und vorallem die MPC Live mit der Cubase Clock… also 3 Geräte die absolut synchron sein müssen (aber natürlich auch nen swing abbekommen dürfen 🙂 )

    Die Kiste würde mein Clock Problem ja beheben…aber wie sie das aus mit den MIDI noten ? Die können nicht von der Kiste an meine anderen Synthesizer gesendet werden oder ?
    Wie könnte ich das Problem hinbekommen ? Neues System ? Is auch schon ein paar Jahre alt…

    PC Daten:
    MSI P67A-C45 Mainboard
    i5 2500 CPU 4x 3,3 ghz
    4x 4GB Kingston DDR3-1333
    Nvidia Geforce gtx 1060 6GB

    Windows 10 1803 64bit
    Cubase Artist 9.5.2

    Steinberg UR44 Soundkarte
    MIDI Esi RoMI/O

    Beste Grüße 🙂

    1. Author

      hey 🙂 Doch, du kannst die Multiclock gleichzeitig als USB MidiInterface benutzen und die Midinoten an deine Synths schicken 🙂

  17. Hi Georg,

    erstmal CHAPEAU (!!!) für deine Arbeit hier! Ich habe mich hier schon öfter durch deine Tutorials, Blogs und Beiträge gelesen und war stehts danach schlauer! 🙂
    Ich besitze ebenfalls eine ERM-Multiclock und bin auch wunschlos zufrieden. In meinem alten Setup funktionierte sie tadellos. Nun bin ich aber komplett auf die Roland Boutique Serie gewechselt und nun stehe ich vor einem kleinen Problem. Meine TR-8S, TR-08, TR-09 und mein APOGEE QUARTET habe ich als „Aggregate Device“ im Audio/MIDI-Menü erstellt (die TR-8S als Quelle der Clock eingestellt) und in Ableton Live als Input Device ausgewählt. Somit kann ich die einzelnen Spuren der Drummachines abgreifen (übr USB-Audio/MIDI). Dazu schleuse ich meine TB-03, den SH-01A und den SE-02 über die Input Kanäle des APOGEE QUARTET simple über Audio ein. In Ableton dann alle Kanäle eingestellt und fertig! Soweit so gut…
    Nun habe ich natürlich auch wieder ein Timing-Problem. Die Drummachines und Synths laufen alle synchron, aber sobald ich in Ableton ne Audiospur oder MIDI-Spur dazu spielen möchte, passt das Timing nicht. Die Hardware hängt immer hinterher. Ohne „Aggregate Device“ habe ich die Multiclock problemlos einbinden können, aber wie binde ich jetzt die Multiclock ein, ohne das „Aggregate Device“ aufzugeben…geht das? Meine Idee war, den Input der TR-8S (da Clockgenerator im „Aggregate Device“) mit der Multiclock zu verbinden und dann wieder nachzureglen, aber das funzt so erstmal nicht. Habe ich nen Logikfehler oder sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht?

    Vielleicht hast du da eine Idee/Ansatz, es würde mir sehr weiterhelfen.

    VG
    Patrick

  18. Die Probleme sind doch schon lange bekannt.

    Die unnötiger Weise vorgestellten Geräte schaffen zwar in gewisser Weise Abhilfe ( die dabei genutzeten Treiber bedienen sich auch nur einem „Windows Timer Trick“ ) und können auch schon mal schön aus dem Takt laufen… und woran liegt das dann ?

    https://www.soundonsound.com/techniques/solving-midi-timing-problems

    Diese gesammte Gerätegattung erinnert doch starkt an die vor einiger Zeit „hochgespülten“ Summierer, die megatolle Allzweckwaffe gegen flach klingende Mixe… ohne mal z.B. kommulative Bit-Truncation näher zu beleuchten. Aber manche Menschen wollen viel Geld ausgeben.

    Und : MIDI ist eine Echtzeitschnittstelle, oft hat es schon unter Windoof geholfen in den Systemeinstellungen seine Dienste wieder als Vordergrunddienste zu konfigurieren ( div. „Tuner“ empfehlen gerne die Backgroundservice Priorität, welche nicht seit dem Jahr 2000 obsolet ist.

    Auch laufen etliche DAWs OutOfTheBox mit Timing Auflösungen
    im Bereich von 960ppq, die dazu erforderlichen Berechnungen sind
    hoch und treiben Latenzen in die Höhe ! Stichwort : Timebase. Warum soviel nutzen, wenn popelige Drummachines, Hardware Sequenzer, Synthesizer nur ca. 26ppq intern selbst auflösen ?

    Der Atari ST hat’s doch auch geschafft…

Leave a Comment