Die 10 besten elektronischen Referenz-Tracks.

Die 10 besten elektronischen Referenz-Tracks

“The greatest education in the world is watching the masters at work.”Michael Jackson

Du mischt Deine Tracks tagelang mühsam ab und trotzdem klingen sie danach eher nach einer Blechtrommel? Die Levels wollen einfach nicht recht passen – von Details wie Tiefenstaffelung oder Stereofeld erst ganz zu schweigen…

Gerade dann ist es enorm hilfreich, wenn Du dich an den Musik Stücken orientierst, die die Spitze der Fahnenstange darstellen. Aber auch um fremde Lautsprecher, einen neuen Raum oder eine Clubanlage beurteilen zu können, sind herausragend gemischte und Dir vertraute Referenz Tracks extrem wichtig.

Doch welche Tracks sind denn nun wirklich herausragend? Das habe ich mich auch gefragt und hier 10 Tracks zusammengetragen, die mir sowohl im Studio als auch im Club die Ohren geöffnet haben.

PS. Natürlich solltest Du dir die Tracks als .wav oder .aiff besorgen, um die Tracks wirklich in ihrer vollen Schönheit geniessen zu können. Die Liste ist übrigens nicht geordnet.

Cab Drivers – Ground Service (Cabinet Records)

Kunstvoll Auf den Punkt gebracht – bei der Soundauswahl, beim Arrangement und vor allem beim Mixing. Als Rhadoo diese Cabdriver-Bombe im Robert Johnson gezündet hatte, konnte ich die gleichzeitige Präsenz und Wärme des Tracks kaum fassen. Die Durchsetzungskraft des Synthies auf dem Backbeat kam auf dieser Anlage einfach unglaubich schön rüber. Auch im Studio hört sich alles ausgewogen und schön an – 10/10.

Gemini – Where do I go (Robsoul)

Warm, rauschig, tief –  Analog in seiner vollen Pracht. Für mich ausserdem der Beweis, dass Hi Hats nicht ohrenbetäubend laut in den Vordergrund gedrückt werden müssen, um ihren Zweck gekonnt zu erfüllen.

Ricardo Villalobos – 808 The Bass Queen (Lo-Fi Stereo)

Zeitlos ist das erste Wort, das mir zu dieser Scheibe in den Sinn kommt. Punch und Raum die nächsten. Jedes Element hat seinen Platz, nichts belastet einen. Gerade im Bass tut sich eine dritte Dimension auf. Es muss eben nicht alles so gemischt sein, dass es im Gesicht klebt 😉

Steve Bug – Pelican Glide (Poker Flat)

Für mich einer der Tracks, die eine perfekte Balance aus tiefsten Subbässen und seidigen Höhen gekonnt halten. Wer bei den ersten Takten meint, dass hier kein zusätzlicher Bass platz findest, wird eines Besseren belehrt. Diesen vom Analog-Guru Hannes Bieger meisterhaft gemischten Track sollte jeder einmal genauer unter die akustische Lupe nehmen.

Hostom 001 B (Hostom)

Der jüngste Track in dieser Liste. Bringt den Dancefloor immer zum kochen. Macht einfach Freude zu hören. Für mich die Referenz unter der neuen Crystal-House-Welle.

S:VT – Subterranean Realm (Work Them)

Rougher Techno in Bestform. Hat für mich im Berghain alle Tracks an diesem Abend verblassen lassen. Wenn Du zum Beispiel hören willst, ob deine 909 Hats vom Level her passen – here you go.

Ricardo Villalobos – Everywhere I go (Sei es drum)

Wieder mal ein Meisterwerk vom Meister persönlich. Und ein Beweis, dass ein Track nicht bis zum letzen durch einen Limiter gepresst werden muss, um sich druchsetzen zu können. Gerade auf potenten Anlagen entfaltet sich das Stück zu seiner vollen Wucht. Im Studio fand ich persönlich einige der ganz kurzen Hi Hats etwas zu scharf.

Calibre – Tenopause (Deep MEDi Musik)

Dieses Stück Musik hat der legendäre Francois K auf einer Funktion One – Präsentation ausgepackt.

Kategorie: „Tracks, die ich nur auf herausragend klingenden Anlagen spielen kann“.

Klanglich ein absolutes Kunstwerk. Wie die Percussion im Raum steht verschlägt mir immer wieder den Atem.

The Mountain People – Mountain008.1

Die Musik von Mountain People gilt seit Jahren als Geheimtip wenn es um treibend groovende Tracks mit psychedelischer Note geht. Sie funktioniert in jedem Club & auch im Studio macht das Hören immer wieder Spass. Elastisch, relaxed und trotzdem voll da.

Ralphi Rosario – You Used to Hold me

Ein wahrer House Klassiker darf in der Liste natürlich nicht fehlen. In diesem ist alles enthalten: Ein Groove, der sich lebendig über das Stereo Feld entwickelt, ein packendes Vocal, eine perfekt definierte Kick-Drum und wohl-gemischte Hi Hats. So muss dass.

So, dass sind also 10 meiner Favoriten. Wie hörst Du die Sache? Bist du mit einem der Tracks nicht einverstanden? Kennst du eine andere Granate? Dann Ab damit in die Kommentare 🙂

Comments

  1. Ich möchte noch an „Venus“ von Cheek erinnern. Für mich eine Glanzleistung.

  2. Dj Koze feat. Apparat- Nices Wölkchen . Klingt als hätte man Schlagsahne in den Ohren (Im positiven Sinn)…

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